02.03.2009 |
Auf den Straßen von Ełk gibt es nur wenige Sehenswürdigkeiten aus den früheren Epochen. Die Großbrände in den Jahren 1821-1822 vernichteten die alte Bebauung. Die ältesten Gebäude von Ełk stammen aus der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts. In der Stadt wurden damals hauptsächlich mehrstöckige, gemauerte Wohnhäuser erbaut. Diese Art der Bebauung ist für die Stadt charakteristisch und im Bewusstsein der Einwohner als dominant eingeprägt.
Besonders empfehlenswert ist die Besichtigung folgender Straßen:
ul. Wojska Polskiego
Es ist die älteste Straße der Stadt. Seit der Gründung von Ełk bis ins 19. Jahrhundert hinein war sie die einzige Straße der Stadt und hieß dementsprechend Hauptstraße. Hier fanden die Märkte und Jahrmärkte statt, an die man heute noch angesichts der Breite dieser Straße an manchen Stellen denken muss.
Ein charakteristisches Gebäude ist die über alle Dächer herausragende Kirche des Heiligsten Herzens Jesu, die in den Jahren 1847-1850 errichtet wurde. Die heutige Gestalt wurde der Kirche erst im Jahre 1925 verliehen. Im Inneren besitzt die Kirche eine kaschubisch-masurische ornamentale Dekoration. Einen großen Eindruck macht der Hauptaltar aus dem Jahre 1959, 4 Seitenaltare und Kirchenfenster, die die wichtigsten Szenen aus dem Leben Jesu darstellen. Direkt vor der Kirche stehen eine Gestalt Jesu Christi und ein Holzkreuz zum Andenken an das erste Missionskreuz aus dem Jahre 1948. Aus dem hohen Turm erklingt jeden Mittag die Hymne der Stadt.
Der Kirche gegenüber befindet sich das Kulturhaus von Ełk, das ein reiches Angebot an Kulturveranstaltungen unterbreitet. Zu den beliebtesten Veranstaltungen gehört der jährlich in den ersten Augusttagen organisierte Masurische Kultursommer MULATKA - Mazurskie Lato Kulturalne MULATKA, der die besten polnischen Kabaretts anzieht. Hier befindet sich auch der Sitz des Józef-Węgierko-Stadttheaters sowie Kawiarnia Artystyczna - ein Künstlercafé, in dem köstlicher Kaffee oder leckere Pizza serviert werden.
Wenn man die Straße hochgeht, kommt man zu einem großen Kreisverkehr. In seiner Nähe sehen wir einen alten Wasserturm aus dem Jahre 1895. Er war ein Bestandteil des städtischen Wasserversorgungswerks, der folgendermaßen funktionierte: das aus 6 Tiefbrunnen (die sich in den Wäldern 4 km von Ełk entfernt befinden) gewonnene Wasser wurde in einem Retentionsbehälter gespeichert. Von dort aus wurde das Wasser durch 7 km-lange Leitungen in den Hochbehälter des Wasserturms gepumpt. Dort erreichte das Wasser einen entsprechend hohen Druckwert und durch ein 30-km langes Wasserleitungsnetz wurde es an 80% der Stadtbewohner (d. h. ca. 20 Tsd. Menschen) geliefert. Dieses System war über 80 Jahre in Gebrauch, bis in den 70. Jahren des 20. Jahrhunderts das moderne Wasserleitungssystem gebaut worden ist.
Heutzutage spielt der Wasserturm nur noch als eine touristische Sehenswürdigkeit eine Rolle. Im Turm hat ein Museum unter dem geheimnisvollen Namen "Museum des Wassertropfens" seinen Sitz.
ul. Józefa Piłsudskiego
Es ist eine für die Stadtbewohner wichtige Straße, da sich hier der Sitz der Stadtbehörden: der Stadtverwaltung und des Landkreisamtes befindet. Beide Behörden sind in einem Gebäude untergebracht, welches 1912 erbaut wurde. Vor ihm befindet sich ein Stein, auf dem ein Bildnis von Józef Piłsudski (1867-1935), dem ersten Marschall von Polen zu sehen ist. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite sieht man ein Gebäude aus rotem Ziegel mit einem barocken Türmchen, und einer oben drauf angebrachten Laterne. Das Gebäude wurde 1905 als eine Mädchenschule eröffnet, jetzt dient es als Sitz der Allgemeinbildenden Stefan-Żeromski-Oberschule. Daneben befindet sich der Sitz der hier seit 1906 tätigen Feuerwehr.
An der Piłsudskiego-Straße befindet sich auch das Sport- und Erholungszentrum der Stadt. Unweit des Behördensitzes liegt das städtische Stadion mit einem Fußball-, Schlacken-, Volleyball- und Tennisspielplatz. Daneben sehen wir eine im Dezember 1999 eröffnete moderne Stadtschwimmhalle. Das Objekt verfügt über eine 104 m lange Wasserrutschbahn, ein Sportbecken, ein Entspannungsbecken mit Hydromassagen, Wasserfällen und Wasserstrahlen, sowie über eine Kinder-Wasserrutschbahn und einen Jacuzzi. Auf die Besucher warten auch Sonnenstudio, Sauna, Restaurant und Internat-Cafe.
ul. Armii Krajowej
Diese Straße verlockt mit besonders sehenswerten, mehrstöckigen, in verschiedenen Stilen errichteten Häusern, die entweder bewohnt oder als Büros gemietet werden. Zu den schönsten gehören die Häuser Nr.: 58, 42, 37, 35, 33, 25, 23.
Ein besonderes Augenmerk soll dem Haus gewidmet werden, in dem sich gegenwärtig Bank Gospodarki Żywnościowej befindet, sowie dem Nachbarhaus, in dem es jetzt eine Apotheke gibt, sowie dem Gebäude der Post, das aus dem Jahre 1881 stammt.
Auf der anderen Straßenseite lädt der Stadtpark zur kurzen Erholung ein. Verziert mit einem sehenswürdigen Springbrunnen, mit Lambris und Bänken zieht er sowohl die Einheimischen als auch Touristen an, die eine kurze Pause anlegen möchten. In der Nähe steht ein Denkmal von Michał Kajka (1858-1940)- einem masurischen Volksdichter. Weiter sieht man ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen für freies und souveränes Polen.
Einen wichtigen Punkt dieser Straße stellen der Bahnhof (Dworzec PKP) und die Busstation (Dworzec PKS) dar. Daneben befindet sich die Touristische Information, tel. (087) 621-70-10, www.turystyka.elk.pl, die allen Touristen mit Rat und Tat dient.
ul. Tadeusza kosciuszki
Im Jahre 1992 wurden in Ełk eine Diözese und ein Bischofssitz, sowie ein Pastora und Diözesezentrum (Centrum Pastoralno-Diecezjalne) an der Kościuszki-Straße errichtet. Daneben sehen wir die schöne St.-Adalbert-Kathedrale, die seit 1994 ein Sanktuarium der Gottesmutter von Fatima und Ziel vieler Pilgerfahrten ist.
Gegenüber der Kathedrale ist das Priesterseminar gelegen. In seiner direkten Nachbarschaft stehen erhalten gebliebene, wunderschöne Wohnhäuser, die der Straße einen besonderen Charme verliehen.
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